Leben mit den Alterskrankheiten Arthrose und Diabetes

Arthrose - Defintion und Symptome:

Die Arthrose (Gelenkverschleiß) wird zu den degenerativen Gelenkerkrankungen gezählt. Sie beginnt mit dem Abbau des Gelenkknorpels, in dessen Folge auch Knochen, Bänder, Muskeln und Gelenkkapseln geschädigt werden können. Eine Arthrose ist schmerzhaft und kann an allen Gelenken auftreten, vor allem an Knie, Hüfte, Wirbelsäule, Fuß, Hand.

Symptome sind Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke, die sich bei Belastung und bei feucht-kaltem Wetter verstärken; ebenso der sogenannte Anlaufschmerz nach längerem Ruhen, der nach ein paar Bewegungen nachlässt.

Liegt als Ursache der Arthrose eine Gelenkentzündung (Arthritis) vor, sind stundenlange morgendliche Schmerzen nach dem Aufwachen („Morgensteifigkeit“) symptomatisch;

 

Ursachen:
- Knie- oder Hüftgelenksfehlstellungen können zu ungleichmäßiger Belastung und somit zur Arthrose führen;

- erblich bedingte Störungen des Knorpels;

- zurückliegende Verletzungen, die das Gelenk destabilisieren;

- starkes Übergewicht (Adipositas) wirkt sich besonders auf Wirbelsäule, Knie- und Hüftgelenke aus;

- Gelenkentzündungen (Arthritis) und Stoffwechselerkrankungen wie Gicht und Diabetes mellitus.

 

Therapie:
Ein Arthrose ist nicht heilbar. In der Behandlung werden Schmerzen gelindert (Antirheumatika), eventuelle Entzündungen behandelt und es wird versucht, die Beweglichkeit und Muskelkraft zu erhalten (Bewegungstherapie). In schweren Fällen wird ein künstliches Gelenk (Endoprothese) eingesetzt.

 

Diabetes - Definition und Symptome:

Beim Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht (Hyperglykämie). Zellen müssen mit Glukose (Traubenzucker) versorgt werden; das Hormon Insulin sorgt dafür, dass die Glukose aus dem Blut von den Zellen aufgenommen werden kann. Insulin wird nach einer zuckerhaltigen Mahlzeit von der Bauchspeicheldrüse ins Blut ausgeschüttet und im Körper verteilt. Dieser Zuckerstoffwechsel funktioniert beim Diabetiker nicht mehr richtig.

 

Man unterscheidet 2 häufige Diabetes-Typen:

Typ-1-Diabetes: die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden zerstört; beginnt meist in jungen Jahren und verursacht starke Beschwerden.

Typ-2-Diabetes: die Bauchspeicheldrüse funktioniert, aber die Zellen können das Insulin aus dem Blut nicht mehr verarbeiten; trifft meist ältere Menschen („Alterszucker“), aber immer mehr Jugendliche sind betroffen.

 

Symptome:
Starker Durst; Infektanfälligkeit; Abgeschlagenheit; Heißhunger; Juckreiz;
Sehstörungen; häufiges Wasserlassen;  

 

Ursachen:
Beim Diabetes-1-Typ (5 % aller Diabetiker) handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Seine Ursache wird in der genetischen Veranlagung und in Virusinfektionen gesehen.

Der Diabetes-2-Typ ist Folge ungesunder Ernährungsgewohnheiten: zu reichliche Nahrungsaufnahme und häufig erhöhter Blutzuckerspiegel führen zu einem erhöhten Insulinspiegel, was auf Dauer die Insulinrezeptoren der Zellen abnehmen lässt, sodass diese unempfindlich gegenüber dem Insulin werden (Insulinresistenz) und nicht mehr genügend Blutzucker aufnehmen. Trotz hohem Insulinspiegel im Blut wird der Blutzuckerspiegel nicht mehr gesenkt, die Bauchspeicheldrüse produziert noch mehr Insulin, um den Blutzuckerspiegel zu senken, bis nach Jahren schließlich auch hier die insulinproduzierenden Zellen nachlassen und sich ein Diabetes mellitus entwickelt.

Hauptrisikofaktor Übergewicht und Fettsucht (Adipositas), bei 80 % aller Typ-2-Diabetiker.

 

Therapie:
Typ-1-Diabetiker müssen lebenslang Insulin spritzen, wodurch sie ein beschwerdefreies Leben führen und Folgeerkrankungen vermeiden können.

Typ-2-Diabetiker können ihren Glukosestoffwechsel oftmals mit Gewichtsreduktion, Bewegung und kohlenhydratärmerer Ernährung regeln. Reicht dies nicht mehr aus, kommen Tabletten (orale Antidiabetika) zum Einsatz. Bei fortgeschrittener Schädigung der Bauchspeicheldrüse wird eine Insulintherapie eingesetzt.