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Wednesday, 2010-09-08

Ethik und Fortschritt in der Automobilindustrie

Ethik und Fortschritt in der Automobilindustrie

Betrachtet man die Möglichkeiten, die sich heutzutage durch den technischen Fortschritt ergeben, fragt man sich in Bezug auf die Automobilindustrie, warum die Hersteller ihr Hauptaugenmerk nicht auf den Bau von Autos legen, die umweltfreundlicher sind als die mit Benzin oder Diesel betriebenen Fahrzeuge.

 

Umweltfreundliche Alternativen

 

Das Elektroauto zum Beispiel, mit dem man nicht nur umweltschonend, sondern auch billig fahren kann, ist eine Innovation, die Zukunft hätte, aber von der Automobilindustrie bisher weitgehend ignoriert wird. Auch der Betrieb eines Fahrzeugs mit Autogas ist wesentlich umweltfreundlicher und schont den Geldbeutel. Außerdem gibt es bereits Autos, die mit viel weniger Sprit auf 100 km auskommen, als die regulär hergestellten und verkauften Wagen. Warum spielt die Automobilindustrie also den Innovationshemmer, anstatt mit solchen Alternativen einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten? Die Antwort ist einfach: Wenn es ums Geld geht, werden ethische Überlegungen zum Thema Verantwortung für künftige Generationen beiseite geschoben und die Umwelt ist plötzlich egal.

 

Nur eine Frage des Geldes?

 

Da Geld nun einmal die Welt regiert, liegt der Grund, warum man in der Automobilindustrie das Augenmerk nicht auf umweltfreundlichere Fahrzeuge legt, auf der Hand. Die Produktionsumrüstung ist schlicht zu teuer, was sich auf die Preise der Autos auswirken würde. Das Resultat wären Absatzschwierigkeiten und vielleicht sogar Pleiten, weil auch Tankstellen um- oder aufrüsten müssten. Außerdem lässt sich heutzutage meist nur verkaufen was billig ist, weshalb sich Konkurrenten gegenseitig mit niedrigen Verkaufspreisen übertrumpfen. Und das wiederum kann zur Folge haben, dass entweder die Löhne sinken, es Entlassungen gibt oder sonstige Einsparungen immer wieder zu Rückrufaktionen führen.

 

Wenn es also um die Finanzen geht, werden innovative Ideen oft zum Hindernis und die Ethik wird zum Stolperstein auf der Gewinnerstraße.